ZVWA Fürstenwalde und Umland
Investitionen
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Investitionen der kommenden Jahre

Der durch die Verbandsversammlung am 13. Dezember 2011 beschlossene Investitionsplan für den Zeitraum bis 2015 sieht Investitionen mit einem Gesamtumfang von rund 22 Mio. EUR für den Abwasserbereich und 12,5 Mio. EUR für den Trinkwasserbereich vor. Davon können im Bereich Abwasser voraussichtlich 6,7 Mio. EUR und 1,9 Mio. EUR im Trinkwasserbereich aus Fördermitteln finanziert werden.

Für beide Bereiche gilt gleichermaßen: Der Schwerpunkt der Investitionen wird weiterhin die Sanierung und Erneuerung der vorhandenen Anlagen und damit der Erhalt von Ver- und Entsorgungssicherheit sein.

Bereits seit einigen Jahren sind alle Orte im Verbandsgebiet an die zentrale Trinkwasserversorgung angeschlossen, für die eine zentrale Versorgung unter wirtschaftlichen, technischen und hygienischen Gesichtspunkten sinnvoll ist. Ausnahmen sind nur wenige abgelegene Einzelgehöfte und Vorwerke, die aus den genannten Gründen bisher nicht zentral versorgt werden können.

Im Bereich Abwasser werden Neuerschließungen in den kommenden Jahren nur noch in geringem Umfang erfolgen. Grund hierfür ist, dass die unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sinnvollen Erschließungen inzwischen weitgehend umgesetzt sind.

Die geplanten Investitionen der kommenden Jahre sollen aus den laufenden Einnahmen und aus Fördermitteln finanziert werden, eine Kreditaufnahme ist – wie bereits in den letzten 15 Jahren – auch für die nächsten drei Jahre nicht vorgesehen.

Wichtig zu wissen ist weiterhin, dass die geplanten Investitionen zu keiner Entgelt- oder Gebührenerhöhung führen werden. Im Gegenteil ergeben sich z. B. aus den an der Lebuser Kläranlage geplanten Optimierungen Kosteneinsparungen, wird damit die weitere Senkung der Gebühr für zentrale Entsorgung im Gebührengebiet Lebus ermöglicht.

Dies voran gestellt werden wir Ihnen im Folgenden die einzelnen Maßnahmen vorstellen:

Trinkwasserbereich:

Als einzige Neuerschließung ist die Erweiterung des Rohrnetzes in Hartmannsdorf – Am Kanal in den Jahren 2012 und 2013 vorgesehen. Noch ausstehende Grundstücksfragen haben uns daran gehindert das Vorhaben 2011 umzusetzen. Für 2012 sind wir optimistisch die noch offenen Grundstücksfragen klären zu können.

Seit inzwischen zwei Jahren ist die Ablösung des Wasserwerkes im Zeschdorfer Ortsteil Döbberin geplant. Hier hatte die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung ergeben, dass die Versorgung des Ortes aus dem Wasserwerk Lebus kostengünstiger ist als das Sanieren des vorhandenen Wasserwerkes. Leider konnten auf Grund der Haushaltslage des Landes die zugesicherten Fördermittel bisher nicht bewilligt werden, was zur Verschiebung des Baubeginns in das Jahr 2012 führte. Planmäßig wird das Wasserwerk Döbberin im Spätsommer vom Netz gehen.

Das Wasserwerk Lebus erhält im Jahr 2012 einen neuen Brunnen.

2012 bis 2013 soll das Wasserwerk Markgrafpieske mit Unterstützung durch Fördermittel des Landes rekonstruiert werden. 2013 folgt das Steinhöfeler Wasserwerk und 2014 schließlich das in Tempelberg. 2013 und 2014 werden weitere technische Anlagen des Wasserwerkes Fürstenwalde verbessert bzw. neu installiert.

Im Stadtgebiet Fürstenwalde sind im Zeitraum 2010 und 2011 10 km Trinkwasserleitungen erneuert werden. Dies wollen wir in den Jahren 2012 bis 2015 fortsetzen. Hinzu kommen innerstädtische Ringschlüsse und Sanierungen an den Transportleitungen, also an den großen Wasserleitungen, die das Trinkwasser vom Wasserwerk zu den Verteilungsnetzen der einzelnen Wohngebiete bringen. Dies dient einer größeren Versorgungssicherheit. Betroffen sind die folgenden Bereiche:

  • Bereich Wilhelm-Busch-Straße (2012)
  • Lindenstraße zwischen Wasserwerk und Friedrich-Ebert-Straße (2012)
  • Lindenstraße bis Geschwister-Scholl-Straße (2013/2014)
  • Bereich Gerhard-Hauptmann-Straße (2013)
  • Bereich Richard-Tauber-Straße (2014)
  • Fürstenwalde-Nord (2015)

Rohrnetzauswechselungen sind vorgesehen:

  • in Lebus OT Mallnow, Bruchstraße, Hinterstraße und Schönfließer Weg (2012),
  • in Fürstenwalde:
    • Bereich Juri-Gagarin-Straße (2012)
    • Bereich Hauffstraße (2013)
    • Bereich Mandelstraße (2013)
    • Bereich Rathenaustraße/Jahnstraße (2013)
    • Bereich Langewahler Straße (2014)
    • Bereich Weinertstraße/Tauberstraße (2014)
    • Bereich Lange Straße/Puschkinstraße (2014)
    • Bereich Ehrenfried-Jopp-Straße (2014)
  • in Zeschdorf OT  Döbberin (2014/2015)
  • in Steinhöfel OT Schönfelde (2014).

Für die geplanten Auswechslungen im Stadtgebiet Fürstenwalde sowie in Lebus und Zeschdorf – hier sogar mit dem erhöhten Fördersatz – können voraussichtlich Fördermittel des Landes in Anspruch genommen werden. Fürstenwalde gehört als regionaler Wachstumskern zu den begünstigten Städten. Dies kommt dem aktuellen Sanierungsbedarf entgegen, da dieser zunächst vor allem im Stadtgebiet Fürstenwalde entsteht. Leichte Verschiebungen einzelner Maßnahmen können sich ergeben, weil bei einzelnen Maßnahmen auch Abhängigkeiten zu Straßenbauvorhaben bestehen.

Abwasserbereich:

Das wichtigste Projekt der nächsten Jahre im Abwasserbereich ist und bleibt die Erweiterung der Kläranlage Fürstenwalde. Nachdem die Bauarbeiten nach erteilter Genehmigung und europaweiter Ausschreibung im Frühjahr 2011 aufgenommen werden konnten, stehen für 2012 weitere wesentliche Abschnitte zur Realisierung an. Abgeschlossen wird der Bau im Herbst 2013. Für die Erweiterung stehen Fördermittel des Landes zur Verfügung, damit wird die Investition die Gebührenhöhe im Abwasserbereich nicht belasten.

Bereits abgeschlossen ist die Erweiterung der Klärschlammvererdungsanlage.

Für das Jahr 2012 sind Sanierungen und Erneuerungen an der Kläranlage Lebus vorgesehen, die zur Einsparung von Kosten und damit zur der Senkung der im Gebiet Lebus geltenden Abwassergebühren zentrale Entsorgung beitragen sollen. Im Jahr 2013 ist der Bau einer Schlammbehandlung vorgesehen, die den Transport des Klärschlammes zur Kläranlage in Seelow ablöst.

Die Kläranlage Heinersdorf ist baulich und technisch verschlissen und muss zur weiteren Gewährleistung der Entsorgungssicherheit erneuert oder abgelöst werden. 2012 wird ein Variantenvergleich klären, ob die Anlage durch eine neue Ortskläranlage ersetzt wird oder die Schmutzwässer zur Kläranlage Fürstenwalde übergeleitet werden. Hierfür sind die erforderlichen Mittel für die Jahre 2013 und 2014 eingestellt. Im gleichen Zeitraum soll auch das Heinersdorfer Kanalnetz saniert werden.

Der Anteil der Neuerschließungen geht in den kommenden Jahren noch weiter zurück, es stehen nur noch wenige Bereiche an. Der bereits seit mehreren Jahren immer wieder verschobene zweite Bauabschnitt der Ortserschließung Petersdorf ist nunmehr für die Jahre 2014/2015 geplant. Hier warten wir noch immer darauf, dass der Landesbetrieb für Straßenwesen die Erneuerung der Ortsdurchfahrt angeht, um gemeinsam mit dem Straßenbauvorhaben die schmutzwasserseitige Erschließung des Ortes abschließen zu können. Weiter stehen die abwasserseitige Erschließung einzelner Straßenzüge der Stadt Fürstenwalde im Investitionsplan bis 2015, konkret die August-Bebel-Straße südlich der Bahnhofstraße für 2012, der Bereich Lindenstraße/Ebertstraße für 2013, der nördliche Teil der Langewahler Straße für 2014 und die Saarower Chaussee/Ringstraße für 2013/2014. Bei den Vorhaben August-Bebel-Straße und Langewahler Chaussee bestehen ebenfalls Abhängigkeiten mit den geplanten Straßenbauvorhaben.

Das Kanalnetz der Stadt Fürstenwalde, insbesondere das Mischwassereinzugsgebiet in der Innenstadt ist zum Teil bereits mehr als 100 Jahre alt. In den kommenden Jahren werden abschnittsweise Sanierungen bzw. Erneuerungen durchgeführt. Aufgrund des Status der Stadt Fürstenwalde als regionaler Wachstumskern besteht auch hier die Möglichkeit, Mittel aus einem zusätzlichen „Fördertopf“ des Landes zu erhalten.

Schwerpunkt der nächsten Jahre wird das Stadtzentrum (Dr.-Wilhelm-Külz-Straße, Frankfurter Straße) sein.

Im Zusammenhang mit dem Straßenbau wird im Jahr 2012 der Mischkanal in der Straße Altstadt/Berliner Straße saniert. Der Bereich um die Mandelstraße ist für 2013, die Jopp-Straße für 2014 und die Frankfurter Straße für 2015 geplant.

Die Sanierung des Schmutzwasserkanals in der Kollwitz- und Jonas-Straße ist für 2012 vorgesehen. 2013 sollen die Kanäle im Bereich des Pumpwerkes Naumannplatz, im Bereich des Pumpwerkes Solandring sowie im Bereich des Pumpwerkes Hölderlinstraße saniert werden.